AuthorAnders

Bildergebnis für herz

 

Eine Kriegerin des Herzens hält an nichts fest,

besonders nicht an dem was gehen will.

Denn Sie weiß solange Sie festhät,

verweigert Sie der Veränderung

Ihr Leben erneut zu bereichern.

Sie lässt gehen …

lässt sein was sein will …

hält Nichts fest …

und schaut nicht zurück.

Alles was hinter Ihr liegt

hat Sie schon erlebt …

verinnerlicht …

wahrgenommen …

daraus gelernt …

Sie kennt alles schon.

Eine Herzenskriegerin geht ihre Wege auch

um Neues zu finden …

Liebe zu geben …

Liebe zu empfangen.

Sie schaut nicht zurück …

denn alles was Sie dort findet

hält Sie davon ab weiterzugehen.

Sie dreht sich nur manchmal um

und schaut still und andächtig zurück,

um zu erkennen,

wie viele verschlungene

Wege Sie schon gegangen ist…

wie viele beschwerliche Berge

die ihr unbezwingbar erschienen,

Sie schon erklommen hat,

und voller Demut fühlt Sie doch Stolz

auf all die Wege die Sie ging.

Und dann blickt Sie wieder nach vorne,

dahin wo die Welt Ihr noch so viele

Wunder und Liebe offenbaren will.

© Erika Flickinger

 

Bildergebnis für trauer

 

Laß mich traurig sein

über den Luftballon
der fortfliegt
über die Seifenblase
die zerspringt
über Vorsätze
die wie Wasser zerrinnen
über das Blatt
das fällt
über die Stunde
die versickert
über das Lächeln
das zu Eis gefriert
über die Fessel
an den Händen
über die Schnur
um den Hals
über die Flügel
die nicht tragen

lass mich traurig sein
bis ein Lächeln
mich tröstet

Annemarie Schnitt

Bildergebnis für breiten längengrade

Breiten- und Längengrade

auf welchem Breitengrade

befindest du dich

an welchem Längengrad

hängst du fest

wie orientierst du dich

wo ist dein Standort

zwischen Himmel und Erde

unter Mond und Sonne

hinter Wolken und Wind

in Stürmen im Stau

wo geht dir ein Licht auf

Orientierung zu finden

inmitten verwirrender

Breiten- und Längengrade

Annemarie Schnitt

Bildergebnis für was bleibt

Was bleibt

wenn die Erde bebt
die Flut zuschlägt
den Menschen die Luft ausgeht
was bleibt
wenn das Land unbewohnbar wird
die Angst wächst
das Leben  zusammenbricht
was bleibt
wenn alle Habe
fortgespült wird ins Meer
die Trauer ins Uferlose treibt
was bleibt
wenn nichts bleibt
als Ruinen des Lebens
in einer zerstörten Welt

was bleibt
ohne Einsicht ohne Hoffnung
die unzerstörbar weiter trägt

Annemarie Schnitt

Bildergebnis für loslassen

 
Es macht Sinn…..
Es ist wichtig, bestimmte Dinge gehen zu lassen.  
 Loszulassen. Sich zu lösen.
Niemand spielt in diesem Leben mit gezinkten Karten.
Manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir auch.
Erwarte nicht, etwas zurückzubekommen,
erwarte nicht, dass man deine Bemühungen anerkennt,
dein Genie entdeckt, deine Liebe begreift.
Zyklen beenden. – Nicht aus Stolz, Unfähigkeit oder Hochmut,
sondern einfach nur, weil sie nicht mehr in dein Leben passen.
Schließe die Tür, lege eine andere Platte auf,
räum dein Haus auf, schüttle den Staub aus.
Höre auf zu sein, der du warst,
und werde der, der du bist.
(Aus: Paulo Coelho/Der Zahir)

Bildergebnis für entschleunigung
Entschleunigungen
Was ist los mit unserer Welt?
Was ist los mit unserer Zeit?
Immer mehr
immer besser
immer schneller
schneller
besser
mehr
lauter
hektischer
anstrengender
noch eine Idee
noch ein Termin
noch eine Aktivität
noch ein Plan
noch eine Veranstaltung
noch ein Gremium.
Wir legen uns krumm
sichern uns ab
amüsieren uns zu Tode.
Wir stopfen uns voll mit Bildern
und Eindrücken
und lärmen und hasten
und machen und tun
und strengen uns noch mehr –
und doch ändert sich nichts –
also noch mehr machen
noch besser
noch schneller
noch mehr?
Noch mehr von demselben!?
Das scheint nicht der Weg zu sein,
der unsere Sehnsucht stillt
ganz im Gegenteil
ein dumpfer Verdacht beschleicht mich:
Könnte es sein,
dass wir das Eigentliche verloren
vergessen
verdrängt haben –
dass wir unsere Wurzeln abgeschnitten
unseren Grund verlassen
die Quellen zugeschüttet haben?
Könnte es sein
dass wir gerade deshalb so viel tun?
Könnte es sein,
dass wir die Fragen nicht mehr aushalten
und deshalb dauernd Antworten geben?
Könnte es sein
dass wir die Stille nicht mehr aushalten
und deshalb so laut geworden sind?
Könnte es sein
dass wir uns selbst nicht mehr aushalten
und uns deshalb so nach außen orientieren?
Könnte es sein
dass wir vor lauter Unterwegs-Sein
das Ziel aus den Augen verloren haben?
Könnte es sein … ?
Vielleicht ist jetzt etwas anderes angesagt
vielleicht müssen wir den Teufelskreis
von Machbarkeit, von Leistung und Tun
durchbrechen
um das zu finden was wir wirklich suchen
damit unser Herz ruhig wird
unsere Sehnsucht sich stillt?
Vielleicht ist jetzt
innehalten angesagt
Tempo herausnehmen
entschleunigen
sich neu orientieren
den Weg neu bestimmen.
Vielleicht ist es angesagt
Abschied zu nehmen
vom Glauben an die Machbarkeit
vom Überzeugt – Sein
„alles hängt allein an mir“
vom Glauben an die Götzen
Macht, Besitz, Leistung.
Vielleicht ist lassen angesagt
sich lösen
von vordergründig Wichtigem
sich lösen
von Erwartungen, Bildern, Ideen
um neu hinzuschauen
hinzuhören
sich hinzugeben in den Strom
der Lebendigkeit
in die Liebe Gottes
um neu zu sein
und neu zu werden.
Andrea Schwarz

Bildergebnis für wer bin ich
Ich suche nach meiner Identität,
nach dem, was in mir werden will,
nach dem Unverwechselbaren,
was mich zu dem Menschen macht,
der wartend in mir ruht
und zum Leben erweckt werden will.
Ich suche die Quelle in mir,
um sie wirklich sprudeln zu lassen.
Ich suche nach dem Wesentlichen,
weil das Wichtige
mir nicht mehr genug ist.
Ich suche nach dem Beitrag zur Welt,
den nur ich leisten kann.
Ein Unruhe in mir
Lässt mich suchen.
Ein Wissen,
dass es mehr geben muss,
hält mich unterwegs
Suche ich Gott,
suche ich Sinn,
such e ich mich?
Sind alle drei zu trennen.?
Ulrich Schaffer

Bildergebnis für mich suchen
Manchmal muss ich mich suchen gehen
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich nicht ersticke
im Berg der Arbeit.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich nicht verliere
im Irrgarten der Gedanken.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich wieder glauben kann
in den Zweifeln meiner Nächte.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich wieder sehe
in dem Nebel meiner Wünsche.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich wieder höre
in der Wirrnis der Stimmen.
Manchmal muss ich mich suchen gehen,
damit ich mich wieder öffne
für die Welt
für den anderen,
für Gott.
Manchmal muss ich mich wieder suchen gehen,
damit ich wieder ich selber bin
und nicht nur eine Schatten.
Hanni Neubauer

Bildergebnis für begegnung
Leben ist Begegnung
Erst wenn wir einem Menschen begegnen,
erst dann erfahren wir, wer wir sind, wie wir sind.
Zunächst holen wir uns mehr, als wir schenken.
Wir nehmen uns mehr, als wir geben.
Wir bitten mehr, als wir danken.
Wir fordern mehr als wir teilen.
Wir fluchen mehr, als wir segnen.
Erst wenn wir einem Menschen begegnen,
erst dann erfahren wir, wer wir sind, wie wir sind.
Doch dann lernen wir:
Es ist mehr leben, einander zu tragen.
Es ist mehr Befriedigung, einander zu helfen.
Es ist mehr Bestätigung, miteinander zu reden.
Es ist eine größere Lust, sich einander zuzuwenden.
Es gibt mehr Liebe, einander die Lasten abzunehmen.
Es ist mehr Glück, einem anderen zu sagen:
Es ist gut, dass es dich gibt.
Es hat mehr Zukunft, wenn wir einander verzeihen.
Erst wenn wir einem Menschen begegnen,
erst dann erfahren wir, wer wir sind , wie wir sind.
 Roland Breitenbach

Bildergebnis für enttäuschung
Eines Tages wirst auch du die Erfahrung machen,
einen Menschen zu verlieren, der in deinem Leben
von großer Bedeutung ist.
Und manchmal wirst du
gleichzeitig verarbeiten
müssen, dass du nie so
wichtig für diesen Menschen
warst wie er für dich.
Er wird einfach gehen,
vielleicht im Wissen, dass
es für immer sein wird,
vielleicht auch mit der
Absicht zurückzukehren,
aber auch dann wirst du
fühlen, dass sein Herz nicht
bei dir ist wie deins bei ihm.
Ohne Abschied zieht er
in die Abenteuer, die
das Leben ihm bietet,
die Zeit mit dir, höchstens
noch blasse Erinnerung,
sorgfältig verpackt und
ins Archiv gebracht,
während du dir noch immer
Hoffnungen machst, dass
eure gemeinsame Geschichte
eine Fortsetzung hat.
Lass es geschehen.
Du kannst es ohnehin
nicht aufhalten.
Menschen kommen und
gehen und manchen
fällt das eben leichter.
Stell dich der
Herausforderung,
nimm die Aufgabe, die
das Leben dir gibt, an,
fühle den Schmerz, aber
lasse nicht zu, dass du dich
selbst abwertest, weil du
im Leben dieses Menschen
nicht die gleiche Bedeutung
hattest wie er in deinem.
Sorge dafür, dass sich
die Lücke schließt, die
der Andere hinterlässt
und vertraue darauf,
dass daraus Raum für
neue Begegnungen wächst.
Manchmal ist Abschied
der einzig ehrliche Weg,
auch und gerade,
wenn einer einfach geht…
Nadine Hager

© 2026 Jessica Anders

Based on a Theme by Anders Noren — Nach oben ↑