{nl}Gelähmt und trotzdem gehend,{nl}blind und trotzdem sehend,{nl}taub und trotzdem hörend,{nl}das ist ein Mensch, der trauert.Marina Szczecinski
AuthorAnders
{nl}{nl}{nl}Überall suche ich dich -{nl}und meine Sehnsucht{nl}ist selbst in den Steinen,{nl}die zu Herzen werden.{nl}Die Rundungen der Steine{nl}spüre ich sanft{nl}in meiner Hand.{nl}Und meine Augen sehen dich{nl}im Herzstein -{nl}von nun an.Liza – Bild an der Wand{nl}{nl}
{nl}{nl} Mein Herz weiß längst, wo es dich suchen soll.{nl}Es weiß geborgen dich, im lichten Land.{nl}Mein Aug nur, unbelehrbar, sehnsuchtsvoll,{nl}Sieht immer noch dein irdisches Gewand,{nl}Geliebtes Bild im leer gewordenen Raum.{nl}Doch Nächte kommen, wo du nah mir bist,{nl}Und manchmal hebst du mich zu dir im Traum{nl}Und sagst mir, dass mein Schmerz der Schleier{nl}ist, der dich verhüllt. Und ich gelobe dir,{nl}Was mir am andern Tag so schwer erscheint:{nl}In Glanz und Glück zu gehen, Du dort,{nl}ich hier.{nl}In Gottes Großem Licht sind wir vereint. (Hella Zahrada) {nl}{nl} {nl}{nl} {nl}{nl}Dein Name wird uns begleiten,{nl}deine Stimme, dein Gesicht, dein Lächeln{nl}haben wir tief in unser Gedächtnis geprägt,{nl}es wärmt uns in dunklen Zeiten und es leuchtet{nl}wie ein Licht auf den Straßen{nl}wenn uns kalt der Wind entgegen schlägt.{nl}{nl}
{nl} Manchmal ist es ein Blick, der weh tut, weil er auf etwas fällt, dass ich mit dir geteilt habe. Manchmal ist es ein Moment, der weh tut, weil die Sehnsucht zu groß ist und weil ich ihn so gern mit dir teilen würde. Manchmal ist es ein Wort, das weh tut, weil es mich an dich erinnert. Manchmal tut allein der Gedanke an dich weh, denn du bist gegangen. Manchmal tut es weh, dich lachend auf einem Bild zu sehen, denn so wirst du mich nie wieder ansehen. Es ist das, was für viele alltäglich ist, was weh tut … (Verfasser unbekannt)Alisa Palmer – Nur ein Wimpernschlag
{nl}{nl}Trauermeer{nl}{nl}Trauer ist wie das Meer,{nl}meterhohe Wellen{nl}im Aufruhr des Sturms{nl}strudelnd mit Sog in die Tiefe{nl}{nl}Trauer ist wie das Meer{nl}silberglänzende Stille{nl}zartes Kräuseln an der Oberfläche{nl}und in der Tiefe eine eigene Welt{nl}{nl}Trauer ist wie das Meer{nl}hinterm Horizont geht es weiter{nl}die Wellen kommen immer wieder{nl}an den Strand meines Herzens{nl}{nl}Trauer ist wie das Meer{nl}Steine und Muscheln{nl}Strandfunde im Alltag{nl}Erinnerungsschätze{nl}{nl}Trauer ist wie das Meer{nl}seltenste Perlenfunde {nl}mit atemberaubendem Erinnerungslüster{nl}so unendlich kostbar(Verfasser unbekannt){nl}{nl}
Anker des LebensNur die Liebe zu den Menschenverankert uns wirklich im Leben.Wenn ein Anker sich löst durch den Tod,treiben wir wie ein Schiff auf dem Meer der Trauer,vorbei an Inseln des Schmerzes.Es dauert lange, bis wir neue Ankerketten schmieden können,Stück für Stück aus Gliedern der Liebe.Dann ändert das Meer um uns seine Farbenund wir heben die Augen zum Regenbogen über dem Wasser.Elisabeth Ziegler-Duregger{nl}{nl}
{nl} Spuren im Sand Im Land der blauen Meere, spazier ich ganz allein, am großen weißen Sandstrand und fühl mich winzig klein. Am Himmel ziehen die Wolken im hellen Sonnenlicht. Die Welle leise singend am Strand sich rauschend bricht. Aus endlos weiter Ferne, hör ich der Geigenklang, sie spielt das Lied der Liebe, das ich einst für Dich sang. Schon spür ich heiße Tränen. Sie rinnen in den Sand, als plötzlich warme Strahlen ergreifen meine Hand. Es wispert eine Stimme ganz leise neben mir, schau einmal Deine Spuren. Aus zwei da wurden vier. Auch wenn der Wind die Spuren im Sande sanft verweht, ich bin Dein kleiner Engel der immer mit Dir geht.Long long way to go
Zwei WegeManchmal bietet uns das Leben zwei Wege an.Hier können wir so lebenund dort ganz anders.Auf einem Weg erneuern wir uns,auf dem anderen werden wir leer.So versuchen wir , beide Wege zu gehenund zerreißen uns selbst.Hier gehen wir aufrechtund dort gebückt,hier ehrlichund dort am Rand der Lüge entlang.Wir sind aus einem Stück gemacht.Wir können nicht zwei Wege zugleich gehen,ohne uns dabei selbst zu schaden.Ulrich Schaffer{nl}{nl}
Der letzte WegVielleicht ist auch der Tod ein Weg.Unsicher ist da unser Schritt,ängstlich das Verharren, unklar das Ziel.Aber vielleicht ergeht es uns im Tod nicht andersals in den Zeiten großer Veränderungen,die wir mit Unsicherheit und Bangen erlebt haben.Wie wir verwandelt wurdenvom Kind zum Jugendlichen,und dann zum Erwachsenen:Vielleicht ist auch der Tod nichts anderesals eine letzte Verwandlung.Wie aus Unreife umsichtiger Einblick wurdeund aus Unklarheit Klarheit:Vielleicht steht uns etwas Ähnliches bevor.Vielleicht ist der Toddas letzte große Abenteuer.Wir brauchen uns nicht zu fürchten.Der Weg hört auch da nicht auf.Ulrich Schaffer{nl}{nl}
WegeAuf dem „Weg“ zu sein gehört zu den elementarsten Erfahrungen des Menschen. Wir alle erleben uns als Wanderer, die unterwegs sind. Wir freuen uns, wenn die Wege gerade und eben verlaufen. Wir leiden, wenn wir in Sackgassen geraten und gezwungen sind umzukehren. Wir zweifeln an uns selbst, wenn wir erkennen, dass wir einen Irrweg gegangen sind. Manche Wege empfinden wir als Umwege, als Abwege oder als letzte Auswege. Viele von uns gehen in die Beratung, um ihren ganz eigenen, einmaligen Weg zu finden. Viele glauben, dass Gott ihren Weg vorgezeichnet hat und schöpfen daruas Kraft und Lebenssinn.Manchmal, in dunklen Tagen, fragen wir uns, wohin der Weg führt, auf dem wir unterwegs sind. Wir würden gern in die Zukunft sehen. Doch dann bekommen wir Angst und sind froh, wenn wir nur den nächsten Schritt hinter uns bringen. Wir fragen uns, ob unser Weg noch weiter hinabführen wird oder ob es bald wieder aufwärts geht. Wie sind wir auf diesen Weg geraten ? Wir weigern uns weiterzugehen, brechen aus, lassen den angefangenen Weg hinter uns, laufen querfeldein, um neue Wege zu suchen.später erkennen wir, dass gerade das Umherirren und Suchen zu unserem Weg gehörte. Wir staunen über die Weisheit, die uns geführt hat. Wir entdecken das Geheimnisvolle unseres Weges.Weg ist Leben, Leben ist Weg, ist Bewegung. Wir können nicht stehen bleiben. Aber wir können uns Gedanken darüber machen, wohin wir gehen wollen, welches Ziel wir haben. Dann werden wir unseren Weg bewusster gehen.Ulrich Schaffer{nl}{nl}
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