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Hast du heute schon jemanden umarmt?

Als der Himmel erschaffen wurde und die Erde, als die Pflanzen erschaffen wurden und die Tiere, als die Menschen erschaffen wurden, entstand auch die Sprache der Umarmungen.

In dieser Sprache unterscheidet sich eine Umarmung von der anderen. Und so, wie man eine Pflanze leicht von der anderen unterscheiden kann, jedes Tier vom anderen, jeden Menschen vom anderen, kann man auch eine Umarmung von der anderen unterscheiden.

Die Umarmung von Blume und Schmetterling ist süßer als der süßeste Nektar, aber nur kurz und flüchtig. Die Blume hält still und erwartet den Schmetterling. Der Schmetterling flattert über die Blume, berührt zart ihre Blütenblätter. Dann fliegt er seiner Wege. Eine einzige Blume reicht ihm nicht. Sein Leben ist kurz und es gibt so viele Blumen.

Die Umarmung von Baum und Vogel ist so lieblich wie der lieblichste Gesang. Was für ein Lied singt der Vogel für den Baum? Was flüstert er seinem Wipfel zu?

Wenn der Abend kommt umarmt der Baum den Vogel weich und warm, damit er in der kalten Luft nicht erfriert.

Wenn die Sonne aufgeht, breitet der Vogel seine Flügel aus, fliegt glücklich in die Arme des Himmels, und nimmt die Umarmung mit wie einen lieben Gruß.

Der Berg umarmt den Stein. Der Fluss umarmt den Fisch. Die Wolke umarmt den Regenbogen. Deshalb fällt der Stein nicht und der Fisch trocknet nicht aus und der Regenbogen verzaubert die Welt in den Farben von Milch und Honig.

Und alle, die sich unter dem Dach des Himmels umarmen, sehen den Glanz der Sterne, die, zärtlich und wachsam, das Glück der Liebenden bewachen.

Die Umarmung von Vater und Mutter, von Mann und Frau, ist etwas ganz besonders: Es ist die Umarmung in Liebe.

Als der Himmel erschaffen wurde und die Erde, als die Pflanzen erschaffen wurden und die Tiere, als die Menschen erschaffen wurden, entstand auch die Sprache der Umarmungen. Ihr Zeichen ist die Liebe.

Wer je geliebt hat und wer liebt, weiß, dass Liebe Freude ist, aber sie trägt auch Schmerz in sich, denn zum Umarmen gehören immer zwei.

Wen soll der Baum umarmen, wenn er nicht den Vogel hat? Wen soll der Berg umarmen, wenn er nicht den Stein hat? Wen soll der Fluss umarmen, wenn er nicht den Fisch hat?

Wir Menschen haben eine besonders reiche Sprache der Umarmungen.

Es gibt Menschen, die sich innig umarmen, und andere, die sich nur zart mit den Fingerspitzen berühren.

Und wieder andere umarmen sich von weitem mit den Augen, und du kannst ihre Umarmung kaum erkennen.

Es gibt Umarmungen, die den Himmel berühren, und Umarmungen, bei denen spielen die Hände verrückt.

Es gibt lachende Umarmungen und ermutigende, Umarmungen gegen die Einsamkeit oder Umarmungen aus Freude. Und wieder andere Umarmungen aus Angst, die uns nicht gehen lassen wollen.

Licht berührt die Dunkelheit, die Dunkelheit sucht das Licht: Gegensätze, die sich umarmen.

Eine versöhnende Umarmung nach einem Streit ist zart, nie verletzend.

Eine sanfte Umarmung vor dem Schlafengehen.

Eine Umarmung beim Tanzen. Eine Umarmung in einer Umarmung. Und plötzlich eine Umarmung, wenn man sich trennen muss.

Eine herzliche Umarmung, wenn man sich wieder sieht, und eine besondere Umarmung beim Abschiednehmen.

Und dann gibt es noch die längst vergessene Umarmung, die voller Sehnsucht, die im Innersten des Herzens. Diese Umarmung bleibt unvergessen.

Die Sprache der Umarmungen ist eine Sprache ohne Worte. In ihr hat jede Umarmung eine Bedeutung.

Was wir am meisten wünschen, ist die Umarmung, die nie endet . von Michal Snunit

21. Dezember 2017

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Du hast das Recht, dich zurückzuziehen

Lange hast du dir Mühe gegeben immer da zu sein, ansprechbar, verantwortlich, zuständig zu sein für das, was anlag, auch für die Belange anderer, die eigentlich ihre Verantwortung waren. Man konnte auf dich zählen, man wusste, dass du da sein würdest. Manchmal warst du ausgelaugt, hattest keine Kräfte mehr, du hättest die Arbeit an liebsten anderen überlassen, aber du bliebst, es gehörte zu deinem Selbstverständnis. Du wolltest dem stillen Druck ausweichen, der ungeschrieben dein Leben bestimmte, aber du hast es nicht geschafft. Du hast dich selbst mit deinen Erwartungen festgehalten.

Aber du hast das Recht dich zurückzuziehen. Du bist nicht weniger wert, wenn du die Veranwortung nicht übernimmst und andere machen lässt. Sie sind dran. Es ist Zeit, an dich zu denken, die stillen Seiten in dir zu entwickeln, deine Tiefe auszuloten, dein Herz besser kennenzulernen. Du hast ein Recht auf deine Stille, auf die Entwicklung deiner Einmaligkeit, auf den Weg, den nur du zu gehen hast.

Das Stille und oft Große in dir hatte fast nie eine Chance sich zu zeigen, sich zu entwickeln, ein eigenes Leben zu entfalten. Es wurde verdrängt vom täglichen Kleinkram und von Menschen mit einer kleinen, vorsichtigen Sicht Jetzt ist es dran. Lass es nicht im Stich, lass dich nicht im Stich. Ein neuer Abschnitt beginnt.

Lass dein schlechtes Gewissen los. Höre nicht mehr auf die, die es dir mit ihren Sprüchen schwer machen wollen, einen neuen Weg zu wagen. Sag ihnen entschieden, dass jetzt sie gefordert sind und dass du dich auf einem anderen Weg befindest. Und denke nicht, dass du egoistisch bist – wenn du an dich denkst, tust du deinen Freunden einen großen Dienst. Sie brauchen deine Herausforderung, deine Abwesenheit, das Erlebnis mit dir, dass du nicht zu Verfügung stehst.

Dein neues Leben bricht an, du hast ein großes Recht darauf. Gib es nicht ab.

Ulrich Schaffer

21. Dezember 2017

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EIN WUNSCH FÜR DICH

Jeder Schritt, den du gehst, möge er getragen sein.

Jede Träne, die du weinst, möge sie gehalten sein.

Jeder Blick zum Himmel, möge er dir das Wiedersehen versprechen.

ღ Petra Franziska Killinger

21. Dezember 2017

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Möge heute Frieden in Deinem Inneren sein. Mögest Du darauf vertrauen, dass Du genauso bist, wie Du gemeint bist. Mögest Du nie die unendlichen Möglichkeiten vergessen, die aus dem Glauben an Dich selbst und an andere geboren werden. Mögest Du die Gaben nutzen, die du bekommen hast und die Liebe weitergeben, die Du empfangen hast. Mögest Du mit Dir selbst zufrieden sein, so wie Du bist. Möge sich dieses Wissen tief in deinem Körper, bis in die Knochen festigen und Deiner Seele die Freiheit erlauben zu singen, zu tanzen, zu loben und zu lieben. Es ist da für jeden und alle von uns.

Theresa von Avila

21. Dezember 2017

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Zur rechten Zeit

Wenn ich ungeduldig bin, dann liegt das daran, dass ich mir nicht die Zeit nehme, die Lektion zu lernen, die gerade ansteht. Ich will, dass alles immer gleich geschieht. Oder, wie mal jemand gesagt hat: „Sofort ist nicht schnell genug.“ Doch es gibt immer etwas zu lernen, etwas zu verstehen. Geduld bedeutet, im Frieden mit dem Lauf des Lebens zu sein und zu wissen, dass alles immer zur rechten Zeit und am rechten Ort geschieht. Wenn sich meine Wünsche jetzt nicht erfüllen, gibt es für mich erst noch etwas zu lernen oder zu tun. Ungeduld beschleunigt die Entwicklung nicht; es wird dadurch nur Zeit vergeudet. Also atme ich tief durch, wende mich nach innen und sage: „Welches Wissen benötige ich jetzt?“ Dann warte ich geduldig auf die Hilfe, die immer für mich bereit steht.

Louise L. Hay.

21. Dezember 2017

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Unterwegs

immer wieder anhalten, wahrnehmen, was ist, uns freuen an dem, was wir erreicht haben, annehmen, dass nicht alles gelungen ist.

Uns Zeit gönnen, neue Kräfte schöpfen, uns neu orientieren, uns leiten lassen von dem, was für uns wesentlich ist.

Weiter schreiten, wie es uns entspricht, in der Hoffnung, dass wir immer mehr werden, was wir letztlich sein können.

Wieder sehen, was dem Leben Sinn gibt. Wieder hören, was meine Seele nährt. Wieder spüren, was letztlich wichtig ist. Wieder aufstehen und meinen Weg gehen.

© Max Feigenwinter

9. Dezember 2017

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Ein gutes Wort

Ich wünsche dir dann und wann ein gutes Wort. Ein Wort, das dein Herz anrührt, das dich bewegt, das etwas zum Klingen bringt und dadurch ein Echo in dir findet. Ich wünsche dir Worte der Anerkennung und des Lobes, Worte der Freundschaft und der Liebe, Worte des Trostes und der Ermutigung, in denen du spürst, wie einmalig und wertvoll du bist.

Christa Spilling-Nöker

9. Dezember 2017

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Ich wünsche dir, dass du dem Weihnachtsstress Adieu sagen und die Zu-Erledigen-Listen zum Altpapier geben kannst

Ich wünsche dir eine Handvoll Tannengrün einen Stern aus Papier das warme Licht einer Kerze Geschenke und Grüße, ehrlich gemeint genug Zeit mit Menschen, die dir ihre Liebe zeigen

Das reicht für ein fröhliches Fest Das wünsche ich dir

Katharina Seibert

9. Dezember 2017

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Hoffnung für die Verzweifelten, Zeit für die Eiligen, Musik für die Tanzenden, Sanftmut für die Mächtigen, Speisen für die Hungernden, Versöhnung für die Streitenden, Wärme für die Frierenden, Dauer für die Liebenden. Frieden und Glück allen Menschen auf Erden.

~ © Jochen Mariss ~

9. Dezember 2017

Sie gehört zu den Menschen, die nicht viele Menschen zu ihren Freunden zählen, weil sie weiß, es ist nicht die Summe, auf die es ankommt, sondern die Qualität. Sie ist mehr als interessiert an ihrem Gegenüber und sie gehört zu denen, die verbindlich und mit allen Konsequenzen in Beziehungen gehen.

Sie kann nicht gut an der Oberfläche verweilen, Interesse an jemanden nur so lange aufrecht zu halten, so lange es nicht all zu viel Einsatz von ihr erfordert, ist ihr fremd. Ja, sie ist einer dieser Menschen, denen Verbindlichkeit noch etwas bedeutet, die tief eintauchen in ihr Gegenüber und für Freunde auch schwierige Wege gehen.

Sie kann nicht einfach mit freundlichen Worten, mit netten Floskeln oder gar leeren Versprechen bedeutungslose Beziehungen führen. Ihr fehlt die Oberflächlichkeit, um Menschen, die in Wahrheit nur Kneipenbekanntschaften sind als Freunde oder gar Vertraute zu bezeichnen, aber wenn es darauf ankommt, das Weite zu suchen.

Es ist leicht eine große Zahl Freunde um sich zu scharren, wenn Freundschaft sinnentleert betrachtet wird, aber genau das ist ihr nicht möglich, denn für sie findet wahre Begegnung hinter den Rissen gebrochener Herzen, in der Tiefe und Weite der Seele statt.

Sie gehört zu denen, die in Resonanz mit Verwundeten gehen. Ihre Seele reagiert auf das Stolpern verletzter Herzen, weil ihre Ehrlichkeit sie fasziniert. Sie wird angezogen von Menschen, die wissen, was Schmerz bedeutet, wie es ist die ganze Nacht wach zu liegen und mit jedem Atemzug die Angst in ihrer Brust spüren. Menschen, die echte Verbindung zulassen, berühren ihre Seele.

Manchmal bedrückt es sie, dass sie so ist und dann fragt sie sich, ob es richtig ist, so hohe Ansprüche an Beziehungen zu haben, so hohe Maßstäbe zu setzen, aber wenn sie ehrlich zu sich ist, erkennt sie, dass sie gar nicht anders kann. In der Oberflächlichkeit findet sie einfach keinen Halt, sie ist in der Tiefe zu Hause.

Text: Nadine Hager

3. Dezember 2017

Bildergebnis für freundschaft
 

So viele Jahre hab ich mich an Menschen geklammert, die mir nicht wirklich gut taten. Krampfhaft habe ich an Beziehungen fest- gehalten, die nur noch von der verblassenden Erinnerung an bessere, aber längst schon vergangene Zeiten lebten.

Bis zur Selbstaufgabe habe ich um Annahme gekämpft, habe würdelos um ein bisschen Aufmerksamkeit gebettelt und mich für ein wenig Zuwendung verbogen, bis mich eines Tages die Wahrheit heftig traf.

Ich habe es nicht nötig zu kämpfen, zu betteln und zu flehen, mich klein zu machen, um zu gefallen und mein Licht unter den Scheffel zu stellen, um nur ja niemanden zu blenden.

An diesem Tag, in jenem Augenblick habe ich erkannt, dass es mein Geburtsrecht ist, aus tiefstem Herzen zu lieben und ebenso tief geliebt zu werden. So wenig wie ich mir die Luft zum Atmen erst verdienen muss, muss ich um Liebe ringen.

An jenem Tag ließ ich die Vorstellung los, dass ich erst gut genug sein müsste für die Gnade der Liebe, ich hörte auf, mich einzuschränken und zu geiseln und umarmte die Wahrheit, die sich mir zweifelsfrei ins Herz gelegt hatte.

Seit dem lebe ich in der Wahrheit der Liebe. Ich bin jetzt, in diesem Moment und zu jeder anderen Zeit vollkommen, heilig, göttliches Sein, Sender, Empfänger und Kanal der Liebe.

Mit jedem Atemzug trete ich in mein wahres Sein ein und verbinde mich mit der Liebe, die allgegenwärtig ist.

Text: Nadine Hager

3. Dezember 2017

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Erinnere dich daran, dass du einst entschieden hast, dich nicht mehr länger mit hingestreuten Krumen aus Aufmerksamkeit zu trösten.

Mach dir bewusst, dass jene Menschen, denen du wirklich am Herzen liegst, gerne mit dir sind und dass sie Wege finden, dir das zu zeigen, ganz egal wie beschäftigt sie sind. Und dass du dir selbst versprochen hast, andere nicht immer wieder dafür zu entschuldigen, wenn sie es nicht tun.

Erinnere dich daran, dass DU entscheidest, wo deine Grenzen liegen. Jene, die aus Liebe zu dir selbst entstehen und jene, die von Klarheit erzählen. Vergiss nicht, dass du deinen innersten Raum pflegst und hältst, und ihn bewusst nur für jene öffnest, die dir achtsam begegnen, so wie du ihnen begegnest.

Mach dir bewusst, dass du dein Leben nicht verwarten, sondern leben willst. Und dass das auch bedeutet, manche Menschen auf deinem Weg anders abbiegen zu sehen – im Wissen, dass ihr einander wieder begegnet, wenn es das Richtige ist für Euch.

Erinnere dich an das, was du träumst und dir im Herzen wünschst. An deine Visionen und an die Schritte, die du dafür tun wolltest – unabhängig davon, ob andere mitziehen oder nicht.

Mach dir bewusst, dass du Liebe lieben und teilen willst mit Menschen, die wirklich dich meinen, und die dir das auch zeigen, genauso wie du sie das wissen und fühlen lässt.

Erinnere dich daran, dass Kommunikation für dich wichtig ist und dass das Fehlen davon dir nicht gut bekommt. Und dass es ganz bestimmt Menschen gibt, die sich gerne mit dir austauschen; vielleicht brauchst du sie bloss gedanklich zu dir einladen.

Wenn du es hin und wieder vergisst – erinnere ich dich heute daran, wie wertvoll du in deiner Würde bist – und zwar genau so, wie du dich gerade fühlst. ~ Worte: © Béatrice Tanner

3. Dezember 2017

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Werde zum See.....

Ein alternder Hindumeister war die Klagen seines Schülers leid geworden und schickte ihn deshalb eines Morgens, Salz zu holen. Als der Schüler wiederkehrte, wies ihn der Meister an, eine Handvoll Salz in ein Glas Wasser zu tun und es dann auszutrinken. "Wie schmeckt es?", fragte der Meister den unseligen Schüler. "Bitter", antwortete dieser und spuckte es aus. Der Meister lächelte und bat den jungen Mann dann, so eine Handvoll Salz zu nehmen und sie in den See zu werfen. Schweigend gingen sie gemeinsam zum nahe gelegenen See. Nachdem der Schüler das Salz in den See gegeben hatte, forderte ihn der alte Mann auf: "Und jetzt trinke aus dem See." Während dem jungen Mann das Wasser noch vom Kinn tropfte, fragte ihn der Meister: "Wie schmeckt es?" "Frisch", antwortete der Schüler. "Schmeckst du das Salz?", fragte der Meister. "Nein", erwiderte der junge Mann. Daraufhin setzte sich der Meister neben den ernsthaften jungen Mann, der ihn so sehr an sich selbst in früheren Jahren erinnerte, nahm seine Hand und sprach: "Der Schmerz des Lebens ist reines Salz -- nicht mehr und nicht weniger. Die Menge an Schmerz im Leben bleibt gleich, genau gleich. Doch wie bitter uns das schmeckt, hängt von dem Gefäß ab, in das wir den Schmerz füllen. Wenn du also Schmerz erfährst, ist das Einzige, was du tun kannst, deine Wahrnehmung zu erweitern ... Hör auf, das Glas zu sein. Werde zum See."

Aus: Mark Nepo, Ankommen im Jetzt!

3. Dezember 2017

Bildergebnis für see im winter
 

und irgendwann ~~~

sind alle Worte gesprochen, alle Regeln gebrochen,

alle Schreie riskiert, alle Häute wattiert,

alle Tränen geweint, alle Fragen verneint,

alle Wege verirrt, alles Echt sabotiert,

alle Hiebe geschlagen, alle Masken getragen,

alle Helden montiert, alle Zweifler radiert,

alle Leben verloren, alle Tode geboren,

alle Schatten poliert, alle Rollen probiert ~

und man beginnt, in sich selbst zu verweilen und zu leben, zu lieben und aus sich zu heilen ~~~

© Gedicht: Alexandra Wirth

3. Dezember 2017

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AndersSein

Ich kann nicht mehr gut *so tun als ob.* Weiß Gott, ich habe es oft genug versucht. Doch wann immer ich zurückfalle in den Modus *anders sein, damit du dazugehören kannst* zerbricht etwas in mir. Und wenn ich mich hinknie, um es aufzuheben, rollt es weg und es entsteht ein hohles, leeres Gefühl in mir.

Ich kann nicht mehr so tun, als würde etwas mich nicht berühren. Als sei es egal, wenn etwas mich trifft. Denn wann immer ich die Maske der Gleichgültigkeit aufsetzen möchte, spielt mein Bauch verrückt und Kälte breitet sich aus und füllt auch noch den letzten Winkel aus.

Ich kann nicht mehr vorgeben, Verständnis für Menschen zu haben, die mit striktem Kontrollverhalten jegliche Emotionalität unterdrücken und mit dem Finger auf andere zeigen, während sie Schuldzuweisungen und alte Geschichten wiederholen, damit Stille überbrückt oder Leere gefüllt wird. Manchmal ... fühle ich mich regelrecht verarscht, weil der andere mich zum Mitspieler in einem Drama machen will – in dem ich nicht die geringste Rolle spiele.

Ich kann nichts mehr anfangen mit Instant – Begegnungen denen jegliche Tiefe fehlt. Ich kann mich nicht für ein Gegenüber öffnen, das seine Türen eisern verschlossen hält.

Nein, ich kann nicht mehr gut in diese Rollen schlüpfen, die ganz automatisch erwartet werden. Ich bin irgendwie immer mehr dieses pure MenschSein geworden und weiß, dass das für viele ungewohnt, seltsam und ja, auch beängstigend sein kann.

Und so sind insgesamt wenige Menschen um mich herum - vielleicht auch, weil ich mit jenen ein Stück Weg gehe, die immer ein wenig *zu viel oder zu wenig* waren. Und dass es mir viel besser tut, mit jenen zusammen zu sein, mit denen mein Herz auch wortlos reden und schwingen kann.

Dort, wo Menschen und Liebende, Männer und Frauen, Seelen und Herzen einander begegnen mit so viel Echtheit, wie jedem gerade möglich ist.

Denn unser AnderSein ist unser RichtigSein. ~ Worte: © Béatrice Tanner

3. Dezember 2017

Bildergebnis für see im winter

Ich will tauschen

Tausche sündteure Luxusgüter gegen eine Kombipackung Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Tausche einen randvollen Terminkalender gegen ein Überraschungspaket zu Herzen gehender Augenblicke.

Tausche extragroße Zweifel und Ängste gegen eine Familienpackung Vertrauen und Geborgenheit.

Tausche ein Leben voll Haben gegen ein Leben voll Sein und Sinn.

© Ernst Ferstl

3. Dezember 2017

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VertrautSein

Es gibt eine Vertrautheit zwischen Seelen, die den Tod übersteht und Dimensionen durchschreitet.

Verbindungen, deren Wurzeln reine Energien sind und deren Krone immer neue Formen annimmt. Wie ein Symbol für die Menschen, in welchem die Seelen ein Zuhause finden.

Mit manchen Menschen verbindet uns etwas, das nicht von dieser Welt und vielleicht auch irgendwie unvergänglich ist.

Wir haben immer die Wahl, ob wir diesem Ruf folgen, wenn er unser Herz erreicht. Oder ob wir dem Klang des anderen für eine Weile lauschen und dabei lernen, nicht in ihm unterzugehen sondern ganz bei uns zu bleiben. Unsere Entscheidung ändert nichts daran, dass die Energie dieser innigen Vertrautheit IST. Wir können sie fühlen oder nicht - da ist sie so oder so.

Und manchmal finden wir uns mitten in einem Sturm wieder und nichts mag dann so wichtig sein, wie die spürbare Präsenz eines Menschen, von dem wir wissen, dass er immer da sein wird. Dem wir trauen können, durch alles hindurch bis tief hinein.

Vielleicht können wir uns diese Vertrautheit nicht erklären, und noch weniger mit dem Verstand ergründen. Doch fühlen... fühlen können wir sie und wissen, dass sie immer besteht. Egal ob wir von Sonnenstrahlen oder Gewitter umgeben sind, egal ob der Boden auf dem wir stehen eine fröhliche Blumenwiese oder eine düstere Klippe ist. Und unabhängig davon, ob dieses Wunder eine irdische Komponente hat oder nicht.

Es gibt eine Nähe zwischen manchen Seelen, die uralt und immer ist. Sie ist von so viel Gefühl genährt und leuchtet hell am Firmament unserer inneren Welt.

*Ich bin da und bleibe es mit allem, was ich bin. Ich nehme dich wahr, wenn du mit mir in Kontakt treten willst. Ich sage dir, wenn ich eigenen Raum brauche. Ich werde dich nicht ausschliessen, noch dich als Ablenkung missbrauchen. Ich werde von und mit dir lernen und meinen ureigenen Weg finden mit Menschen an meiner Seite, die um die Kostbarkeit eines solchen Bandes wissen und sich davon nicht bedroht fühlen, weil sie die innere Grösse haben, einen Blick auf das grosse Ganze zu werfen.*

Ich bin da, nur ein Gefühl weit entfernt, denn Vertrautheit im Herzen ist unser natürliches Sein. ~ Worte: © Béatrice Tanner

3. Dezember 2017

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"Du musst lernen, dich selbst zu lieben", schien die Antwort auf jedes Problem. Und nur zu gern hätte ich diesen Rat befolgt, wenn er nur nicht so diffus geblieben wäre.

Was heißt das denn, wie soll das gehen und woran erkenne ich, dass ich es richtig mache? Wie weiß ich, ob ich mich wirklich selbst liebe oder nur so tue, es glaube, während ich mich doch selbst betrüge?

Wenn ich einen anderen Menschen liebe, will ich Zeit mit ihm verbringen, aber mir selbst bin ich ohnehin schon so nah, dass ich höchst selten Sehnsucht nach mir verspüre.

Wenn ich jemand anderes liebe, dann schätze ich seine Art, sein Wesen und seine Werte, aber was mich selbst betrifft, bin ich ständig am zweifeln und hadern und nicht wirklich selbstverherrlichend.

Ich habe es nie verstanden, es war immer so abstrakt, aber irgendwann hab' ich erkannt, dass ich die Verantwortung für mein Leben selbst tragen will und ich habe besser auf mich geachtet.

Ich habe bewusst entschieden, mit wem ich wie meine Zeit verbringe möchte, wie ich meinen Körper nähre und mein Herz erfülle, wann ich schlafe und wie ich meine persönlichen Bedürfnisse stille.

Und da habe ich verstanden, sich selbst zu lieben, bedeutet die Verantwortung für das eigene Leben zu tragen, gut für sich zu sorgen und sich nie mehr selbst mit Ignoranz zu vergiften.

Text: Nadine Hager

3. Dezember 2017

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Auf dem Weg der Heilung geht es darum, dir selbst in Liebe zu begegnen, dein wahres Wesen tief in deinem Herzen zu treffen. Es geht darum, dich von deiner eigenen Verwundbarkeit berühren zu lassen, fasziniert zu sein von deiner maskenlosen Nacktheit und zu lernen, deine Wunden in Wahrheit und liebevolle Annahme zu betten.

Der Weg der Heilung ist der härteste Lehrer, den du jemals treffen wirst. Er wird dir beibringen, deine Fehler anzunehmen, deine Macken zu schätzen und dein gesamtes unvollkommenes, aber einzigartiges Sein zu mögen. Der Weg wird oftmals sehr einsam sein, sodass du lernen wirst, deinen Sinn für Humor zu schätzen und dankbar zu sein für die Intelligenz, die deinen Geist herausfordert, bevor er dem Wahnsinn verfällt.

Oh, und nicht zu vergessen, du gehst den Weg nicht allein. Manchmal werden Gefühle, die du zu ignorieren gewohnt bist, direkt in dein Gesicht springen und Emotionen, die du unterdrückt hast, werden dir unter die Haut kriechen. Es wird nicht angenehm, wenn du Gefühlen gewöhnlich lieber ausgewichen bist, denn auf dem Weg zur Heilung werden sie dich unweigerlich einholen und sie werden darauf bestehen, gesehen und gefühlt zu werden und manchmal werden sie sogar eine aktive Handlung erfordern.

Und neben den Gefühlen, die ihren Platz beanspruchen, wird es auch ausreichend Dämonen geben, die sich in deinem Herzen und deinem Verstand erheben. Manche werden nur versuchen, deine Reise zu stoppen, aber andere werden schreckliche Spielchen mit dir spielen. Sie werden tragische Erinnerungen aktivieren, Bilder in deinen Kopf setzen, die dich vom Weg ablenken sollen, sie werden dir Angst machen, um dich klein zu halten, denn sie wissen am Ende des Weges ist für sie kein Platz vorgesehen.

Auf dem Weg der Heilung wirst du so viele kleine Tode sterben, dass du dich fragen wirst, ob das Ziel, das du ansteuert, heimlich geändert wurde. Du wirst dich häuten, dann komplett neu entstehen, in Tränen aufgelöst in die Knie gehen, um danach stärker wieder auf deinen Füßen zu stehen.

Ja, der Weg der Heilung ist keine sehr angenehme Reise, aber die Belohnung am Ende bist du selbst, befreit von falschen Ideen über dein Sein, losgelöst von all deinen Ängsten und Wunden, also zweifle keine Sekunde daran, dass eine Trophäe wie dein heiles Wesen nicht jeden Schritt des Weges wert sein sollte.

Text: Nadine Hager

3. Dezember 2017

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Trauer fragt nicht nach Zweck oder Ziel. Trauer bringt dich dazu, mit aufgebrochenen Sinnen über rauhe Kanten und ein Meer aus Scherben zu gehen.

Und niemand, NIEMAND hat dich gefragt ob du das willst.

In der Trauer musst du dich manchmal für eine Weile verlieren – weil dort, ganz tief unten, entdeckst du eine pure - nackte Version von dir... die dich hineinträgt in ein *leben – können* nach dem Tod eines geliebten Menschen. ~ Worte: © Béatrice Tanner

3. Dezember 2017

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