AuthorAnders

Von den Engeln lernen

{nl}Von den Engeln lernenAlles müssen wir von den Engeln lernen.Die Stille des Nichts zu ertragen,das Schweigen des Mondes zu verstehen,den lautlosen Gang der Sterne nachzuahmen,die entfesselte Stunde, die keinen Morgen und keinen Abend kennt, zu lieben,das Lebensschwere in die Leichtigkeit der Flügel zu verwandeln.Aber es ist überschwer,Flügel zu tragen,das wissen die Engel.Helena Aeschbacher-SineckaManchmal Manchmal stellt sich mir mitten am Tagein Engel in den Weg, an dem kein Vorbeikommen ist.Unsichtbar durchkreuzt er all meine Pläneund zwingt mich, eine andere Richtung einzuschlagen.Erst sehr viel später vermag ich zu sagen: Gott sei Dank.Christa Spilling-Nöker

wir brauchen Menschen

Wir brauchen Menschen,die bei uns stehen bleiben,wenn wir nicht mehr gehen können,die uns stützen,wenn wir nicht mehr stehen können,die uns tragen,wenn wir keine Kraft mehr haben,die für  uns einen Weg bahnen,wenn uns alles versperrt ist,die unsere Anliegen unterstützen,wenn wir allein zu schwach sind,die sich für uns einsetzen,wenn alles verloren scheint.Wir brauchen Menschen,die uns annehmen,wie wir sind,damit etwas Neues entstehen kann.Max Feigenwinter{nl}{nl}

Deine Spuren

Deine Spuren sind in mir:die Worte, die mich bestärkten;die Blicke, die mich verstanden;die Hände, die mich hielten:der Humur, der mich veränderte;die Zärtlichkeit, die mich heilte,die Ehrlichkeit, die mich erschreckte;dein Ja, da mich belebte;deine Liebe, die mich erfüllte.Deine Spuren sind in mir.Verstehst du, dass ich dankbar bin ?Max Feigenwinter{nl}{nl}

Alles hat seine Zeit

{nl}{nl}Es kommt ein Zeitpunkt in {nl}deinem Leben, {nl}an dem du realisierst, {nl}wer dir wichtig ist, {nl}wer es nie war {nl}und wer es immer sein wird. {nl}{nl}So mach Dir keine Gedanken {nl}über die Menschen {nl}aus deiner Vergangenheit, {nl}denn es gibt einen Grund, {nl}weshalb sie es nicht {nl}in deine Zukunft geschafft haben.{nl}{nl}Alles hat seine Zeit. {nl}{nl}Es gibt eine Zeit,{nl}Dinge in die Hand zu nehmen,{nl}und eine Zeit,{nl}Dinge aus der Hand zu legen…{nl}{nl}Hugh Prater{nl}{nl}

Dem Tag verzeihen

Dem Tag verzeihen,dass er sein Versprechen nicht gehalten hat.Die Tür hinter ihm schließen.Mich tragen lassen ans Ufer der Nacht.Den Schlaf erwarten wie einen Freundund vielleicht meinem Engel begegnen.Antje Sabine Naegeli{nl}{nl}

Könnte ich doch

Könnte ich dochwie der Wind durch alle Ecken fegenalle Ritzen in mir durchpustenmeine Gewohnheiten durcheinanderwirbelnallen Staub wegblasendie Wolkendecke auseinanderreißenwenn sich die Sonne versteckt.Anne Steinwart{nl}{nl}

Aufbruchszeit

{nl}{nl}Aufbruchszeit{nl}Es schien, als ob mein Leben für alle Zeit zerstört -{nl}mein Denken, Fühlen, Handeln dem toten Kind gehört.{nl}Jetzt stehe ich verwundert, und staune wie ein Kind,{nl}dass nach dem kalten Winter der Frühling neu beginnt.{nl}Das Leben schenkt Momente, die find ich wieder schön.{nl}Da kann ich durch die Wolken die Sonne leuchten sehn`.{nl}{nl}Dann wieder ist die Trauer so unheimlich präsent -{nl}gefolgt vom Schmerz der Sehnsucht, der kein Erbarmen kennt.{nl}Er macht unendlich traurig, er nimmt den Lebensmut,{nl}als wollte er mich warnen: „Es wird nie wieder gut!“{nl}{nl}So machen beide Welten nun wohl mein Leben aus,{nl}doch fühle ich mich niemals in einer ganz zu Haus.{nl}Zum einen will ich leben und will das Schöne sehn` -{nl}wie könnt ich`s mir erlauben nach allem was geschehn`.{nl}{nl}Dieser Zwiespalt der Gefühle, er treibt mich hin und her -{nl}er droht mich zu zerreißen; er macht das Dasein schwer.{nl}Dieser aussichtslose Kampf, der keinen Sieger hat{nl}kennt nur einen Verlierer: die Seele ist schachmatt.{nl}{nl}Drei Jahre sind vergangen, drei Jahre erst – und schon.{nl}Ich hoffe es ist Einsicht – und nicht Resignation.{nl}Ich leg die Waffen nieder – so kann`s nicht weitergehn`.{nl}Dann hab`ich eine Chance dies Leben zu bestehn`.{nl}{nl}Traurigkeit und Freude werden niemals Freunde sein,{nl}doch ohne Waffenstillstand geht meine Seele ein.{nl}Die Trauer ist berechtigt – mein Kind fehlt mir so sehr,{nl}doch muss ich mich auch fragen, was ich ohne Freude wär.{nl}{nl}So unbeschwert und glücklich wie ich es einmal war{nl}werd ich nie wieder werden, dass war mir immer klar.{nl}Doch leben, lieben, lachen, das wär ein schönes Ziel.{nl}Ohne Reue zu genießen -verlange ich zuviel?{nl}{nl}Ich finde einen Weg, der mir das Schöne ehrt -{nl}und für die Trauer Platz lässt – das Leben ist es wert.{nl}Mein Kind wird nicht verraten, wenn ich mal fröhlich bin.{nl}Es bleibt in meinem Herzen – es bleibt in meinem Sinn.{nl}{nl}Ich weiß nicht, was das Leben für mich noch hält bereit,{nl}doch will ich danach suchen, denn jetzt ist Aufbruchszeit.{nl}Ich nehm` mein Leben in die Hände und Anna in mein Herz -{nl}den Blick nach vorn gerichtet – und manchmal himmelwärts.{nl}{nl}©by Helga SchlüßDanke liebe Helga für dieses Gedicht. Auch nach 6 Jahren finde ich mich noch in diesem Text wieder.{nl}{nl}

Ich bitte um…..

Ich bitte um Gelassenheit, wennmeine Vorstellungen nicht berücksichtigt,meine Pläne nicht eingehalten,meine Wünsche nicht erfüllt,meine Bedürfnisse nicht befriedigt,meine Vorschläge nicht ernst genommen werden.Ich bitte um die Einsicht, dassStürme notwendig sind,Fehler neue Möglichkeiten eröffnen,Widerstand zum Denken anregt,in Krisen eine Chance liegt,Sanftmut weiter führt als Gewalt.Ich bitte um Mut,mich an meine Grenzen vorzutasten,meine Möglichkeiten zu entfalten,zu sagen, was ich zu sagen habe,zu tun, was ich tun muss,mich zu sehen, wie ich bin.Ich bitte um den Glauben,an die Kraft, die in mir liegt,an das Gute in dir,an den Wert unseres Gesprächs,an den Sinn unseres Lebens,dass Liebe uns trägt.Max Feigenwinter{nl}{nl}

Doppeltes Leben

{nl}{nl}Ich{nl}lebe ein doppeltes Leben{nl}{nl}Wie kann ich dich jemals{nl}vergessen!{nl}Du füllst meinen Tag und die Nacht.{nl}Noch kann ich nur schwerlich ermessen,{nl}wie reif mich dein Abschied gemacht.{nl}{nl}Die Wunde wird nie in mir{nl}heilen,{nl}im Schmerze gehörst du mir ganz.{nl}So will ich die Nacht mit dir teilen,{nl}als wäre sie Traum oder Tanz.{nl}{nl}Du bist mir noch enger{nl}verbunden{nl}als jemals im Leben zuvor.{nl}So hab ich wiedergefunden,{nl}was kurz an den Tod ich verlor.{nl}{nl}Ich werde dich zärtlicher{nl}halten,{nl}als je es im Alltag gelang,{nl}wo andere Maßstäbe galten{nl}und eins um das andere rang.{nl}{nl}Wie innig sich Seelen{nl}umschweben,{nl}seit deine Gestalt mir verblich!{nl}Ich lebe ein doppeltes Leben:{nl}Je eines für dich und für mich.{nl}{nl}Waltraut Puzicha {nl}{nl}

Nebel

Nebel{nl}{nl}Wege{nl}im Nebel{nl}{nl}ich sehe{nl}nicht weit{nl}{nl}was wartet auf mich ?{nl}fragt die Angst{nl}{nl}die Zuversicht{nl}schreitet vorwärts{nl}{nl}die Hoffnung{nl}findet Wege{nl}durch alles hindurch{nl}{nl}Peter Klever

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